KOMBINIERTES KONZEPT ZUR BEKÄMPFUNG DER VARROA MILBE OHNE CHEMIE

 

ODER NUR MIT OXALSÄURE

 

  • Anfang bis Mitte Juni: Mullerableger bei allen Völkern

Das Mullerbrett kann zur Ablegerbildung genutzt werden. Die Ableger können mit parallel gezüchteten Königinnen (oder zugekauften) versorgt werden.

 

Will man keine Völkervermehrung vereinigt man die Völker nach 2 Wochen wieder. Dabei ist darauf zu achten, dass im Ableger keine Weiselzellen entstanden sind.

 

Vor Rückvereinigung oder Zusetzen eines neuen Weisels vorher die Schwarmzellen brechen!

 

Durch diese Maßnahme schafft man eine Milbenreduktion von 50-70% und gewinnt Zeit bis August.

 

  • Anfang bis Mitte August: Brutscheune am weiselrichtigen Volk

Auf einem kleinen Ablegervolk mit einer legenden Königin und wenigstens 2 offenen Brutwaben (den Rest der Zarge mit leeren Honigwaben auffüllen) werden über einem Absperrgitter bis zu 6 Zargen mit voll verdeckelter Brut aus den Völkern des Standes gestellt. In diesen Brutscheunen befinden sich 80% aller Milben des Bienenstandes.

 

Bei größeren Brutmengen 2 Brutscheunen bilden. Am besten wäre es die Brutscheunen auf einen anderen Standortzu verbringen oder wenigstens mit großem Abstand zu den anderen Völkern aufzustellen (wegen des Verflugs).

 

In der Brutscheune im Abstand von 6 bis 9 Tagen 3mal alle verdeckelten Brutwaben aus der untersten Zarge ausschneiden und vernichten (in diesen Waben befinden sich alle Milben die aus der Brutscheune schlüpfen).

 

Die Bienen in den brutfreien  Originalvölkern können mit Oxalsäure mit jeder Applikationsmethode behandelt werden (Verdampfen-Sublimieren/ Träufeln/ Vernebeln/ Besprühen).

 

Eine sehr schnelle Form der Oxalsäurebehandlung geht mit dem VAROMOR Verdampfer.

 

Alternativ zur Oxalsäurebehandlung können die brutfreien Völker mit Staubzucker entmilbt werden. Ähnlich der Analyse Methode zur Befallsbestimmung kann man die Völker mit Staubzucker bepudern.

Aufsitzende Milben fallen ab und bleiben auf der mit Öl oder Fett bestrichenen Diagnoswindel kleben. Die Windel ist am nächsten Tag zu reinigen!

 

  • Nach der Drohnenschlacht: Königinnen käfigen

Durch die Klimaerwärmung entsteht das Problem von durchbrütenden Völkern.

Die Winterbegrünung der Äcker mit Stickstoffsammler wie Senf, Buchweizen, Phazelia, Erbsen, ... versorgen die Völker viel zu lange mit Pollen und Nektar. Bei gutem Flugwetter kommen die Völker gar nicht auf die Idee mit dem Brüten aufzuhören. Die Milbe vermehrt sich in der Brut!

 

In Italien wurden Käfige entwickelt, die die Königinnen in einen Brutstopp zwingen. In diesen Käfigen können Bienen zur Königin um sie zu versorgen, aber die Königin hat keine Zellen in die sie legen kann. 21 Tage später sind die Völker garantiert brutfrei! Den Termin für die Brutfreiheit legt damit der Imker fest und ist nicht durch das Wetter bestimmt!

 

Die brutfreien Völker kann man wie oben beschrieben von den aufsitzenden Milben befreien. (Staubzucker oder Oxalsäure).

 

Die italienische Firma API-MO.BRU hat diesen Käfig zum Königinnen sperren entwickelt.

 

Siehe: www.apimobru.com

 

Es gibt auch eine sehr funktionelle Königinnenfangzange.

 

Das Produkt lässt sich im Imkerfachhandel oder direkt beim Produzenten erwerben.

 

Möglichkeit der Oxalsäure Applikation: Vernebeln

 

Mit einem Luftbefeuchter, wird 3,5% ige Oxalsäure ins Volk geblasen.

Zur Verstärkung der Verteilung im Volk ist ein kleiner zusätzlicher Ventilator mit einer 9V Batterie und einem 30mm Polykalrohr verbaut.

Der Luftbefeuchter hat nur 60W und kann mit einem 12V - 230V Wandler und einer Starterbatterie, oder am Zigarettenanzünder betrieben werden.