Oxalsäureverdampfer

 

 

SUBLIMOX - Verdampfer

 

Elektrische Heizung auf eine Temperatur von 180°C

 

230W Leistung bei 230V

(auch gut mit einem Konverter mit 300W Dauerleistung und  12V - 230V bedienbar)

 

2 Dosierbecher mit Dosierlöffel

 

 

Vorteile des SUBLIMOX Verdampfers, die ich im Betrieb festgestellt habe:

 

1. Genaue Temperaturregelung einer elektrischen Heizung unter der Zerfallstemperatur von Oxalsäure von 189°C.

 

2. Oxalsäure wird allein ohne ein Trägermittel in das Volk eingebracht (keine unbekannten Nebenwirkungen).

 

3. Behandlungszeit (ca. 20 Sekunden pro Volk) ist bedeutend kürzer als bei anderen Sublimationsmethoden (Varrox oder GTM Verdampfer).

 

4. Genaue Dosierung der Oxalsäure ist durch den Dosierlöffel auf einfache Weise realisiert (2g Oxalsäuredihydrat pro Verdampfung). Das ist zum Beispiel mit dem Verdampfer mit Heißluft (wie man sie zum Lackabbrennen verwendet) nicht möglich, außerdem haben diese Geräte eine Heizleistung von 2000W, was auf Außenständen schwer zu realisieren ist.

 

5. Niedrige Leistung von 230W erlaubt eine einfache Handhabung mit Spannungswandler oder einem kleinen Stromgenerator.

 

6. Keine Verstopfung des Rohres durch sublimierte Oxalsäurekristalle (wie es manchmal beim GTM Verdampfer passiert, bei dem auch oft das elektrische Gebläse versagt).

 

7. Einbringung über den Putzkeil bei offenen Fluglöchern (Bienen bleiben dabei absolut ruhig).

 

Ein Bienenstand mit 30 Völkern ist in 45 Minuten durchgearbeitet.

 

Varomor - Verdampfer

 

Aufgrund verschiedener Überlegungen habe ich 2019 aufgehört mit dem Varomor Verdampfer zu arbeiten.

 

1. Zur Sublimierung von Oxalsäure braucht es den richtigen Temperaturverlauf.

Der Schmelzpunkt von Oxalsäuredihydrat liegt etwa bei 100°C. Bei 109°C siedet das Oxalsäuredihydrat. Der entstehende Wasserdampf nimmt Oxalsäure mit, es fängt an deutlich zu rauchen und bei 157°C sublimiert die Oxalsäure. Das bedeutet, sie geht aus dem gasförmigen Zustand wieder in feste Oxalsäureanhydrat - Kristalle über, die sich im Haarkleid, am Panzer der Bienen und auf allen Oberflächen des Bienenstocks niederschlagen.

Bei einer wasserfreien Temperatur von 189°C zersetzt sich Oxalsäure und verliert damit die Wirkung im Bienenstock. Es ist also darauf zu achten, dass Oxalsäure mit der richtigen Temperatur verdampft wird, sonst ist die Behandlung nutzlos.

 

2. Die in Alkohol gut lösliche Oxalsäure lässt sich auch relativ einfach verdampfen und gut dosieren (entsprechende Pumphübe am Varomor - Verdampfer).

Jedoch muss angemerkt werden, dass die Verdampfungstemperatur im Varomor - Verdampfer nicht geregelt werden kann. Die richtige Position der Flamme im Verdampfer, ein entsprechend guter Gasdruck des Brenners und eine zuverlässige Flamme sind außerordentlich wichtig!

Diese Grundvoraussetzungen für eine zuverlässige Verdampfung können nicht immer garantiert werden. Dazu kommen noch Fehler in der Handhabung, wie zu schnelles Arbeiten mit dem Verdampfer (fängt an zu spucken und flüssiges Ethanol - Oxalsäure Gemisch in das Bienenvolk zu spritzen) oder zu niedrige Außentemperaturen (Funktion der Gaskartuschen und des Brenners). Flüssiger Alkohol soll sehr schlecht von den Bienen vertragen werden (ich habe leider keine Forschungsergebnisse darüber gefunden). Das Glycerin in der Mischung dürfte zwar dazu beitragen, dass die Wirkung der Oxalsäure verlängert wird, aber wie sich das letztendlich auf die Lebenslänge der Biene und das Nervensystem auswirkt müsste noch erforscht werden.

 

Diese Überlegungen haben mich dazu gebracht mit dem SUBLIMOX - Verdampfer aus Italien zu arbeiten, der von verschiedenen Imkereibedarfsläden angeboten wird.

 

Funktionsweise des Varomorverdampfers

Der Varomor Verdampfer sprüht durch ein geheiztes Metallrohr eine Alkohol Oxalsäuremischung.

 

Die Behandlung dauert pro Volk nur ca. 5 Sekunden und kann über das Flugloch erfolgen.

 

Die Bienen bleiben dabei absolut ruhig!

 

Betriebsanleitung Varomor Verdampfer Version 12/2018
Oxalsäure – Alkohol Gemisch für Varomo
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OXALSÄURE VERNEBELUNG

 

Vor einigen Jahren habe ich mit der Vernebelung von Oxalsäure gearbeitet.

 

Dabei hatte ich einen Luftbefeuchter zum Oxalsäurevernebeln umgebaut, wie ich es bei Schweizer Imkern gesehen habe.

 

http://www.varroakill.ch/

 

Vorteile dieser Methode:

 

  • Kein Öffnen der Beuten bei der Winterbehandlung wie bei der Träufelmethode (die auch einen höheren Totenfall verursacht).
  • Einbringung über das Flugloch oder einem Spundloch von oben.
  • Geringer Stromverbrauch von ca. 60W, daher ist eine Behandlung sehr einfach mit Batterien und einem Spannungswandler möglich.

 

Nachteile dieser Methode:

 

  • Um eine Benetzung der Bienen zu garantieren war ein zusätzlicher Ventilator erforderlich.
  • Die Behandlung dauert relativ lang und die Fluglöcher müssen verschlossen werden.
  • Eine Benetzung der Bienen mit einer kalten wässrigen  Oxalsäurelösung (3,5%) ist im Winter nicht ideal.
  • Der Wirkungsgrad ist bei weitem nich so hoch, wie beim Sublimieren oder Träufeln.