Behandlungsalternative zur Ameisensäure gegen die Varroamilbe bei anhaltender Hitze

 

Da sich 70-80% der Milben in der Brut befinden kann man mit Brutentnahme die Völker von der größten Milbenbelastung befreien.

 

Brutscheune

Die gesamte verdeckelte Brut eines Bienenstandes ohne aufsitzende Bienen ein wenig abseits der anderen Völker auf einem Bodenbrett in Zargen stapeln. Flugloch stark einengen und füttern mit Teig damit die schlüpfenden Bienen versorgt sind (weniger Gefahr der Räuberei).

Die Völker ohne verdeckelter Brut können sofort mit Oxalsäure behandelt werden.

Die Brutscheune nach 7 und nach 14 Tagen mit Oxalsäure behandeln und als Kehrschwärme weiter verwerten. Z.B. mit neuer Königin ein neues Volk gründen, oder Ableger damit verstärken.

 

Brutscheune auf einem weiselrichtigen Volk

Wenn man einen kleinen Ableger hat, darauf ein Absperrgitter und darüber die Brutscheune anlegt, werden in der Brut unter dem Absperrgitter alle Milben aus der Brutscheune einziehen (ähnlich wie beim Bannwabenverfahren). Diese „Fangwaben“ müssen immer, wenn sie verdeckelt sind vernichtet werden (im 7 Tage-Abstand 3mal). Nicht vergessen zu füttern (wieder am besten mit Teig).

Bienen über dem Absperrgitter können für Kehrschwärme verwendet werden, oder um Ableger damit zu verstärken.

 

Was mache ich mit den Ablegern, die keine große Bienenmasse aufweisen, denen ich keine Brut entnehmen will?

Oxalsäurebehandlung befreit das Volk von den aufsitzenden Milben und die gerade in die Brut geschlüpft sind. In den nächsten 6 Tagen schlüpfen Milben, die sich wieder Wirtszellen suchen.

Wenn man die Behandlung 3 mal im 6Tage Rhythmus durchführt, holt man einen Großteil der Milben aus dem Volk heraus (das ist auch das Konzept von VAROMED).

 

Oxalsäure kann geträufelt, vernebelt oder verdampft werden.